Das 1×1 der Weinverkostung

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Weine zu verkosten ist nicht einfach nur Wein trinken. Es ist viel mehr als das. Richtige Weinkenner beobachten, riechen, schmecken und analysieren. Für den Laien jedoch stellt sich die Frage, was genau beobachtet der Experte riecht bzw. schmeckt er und wie kommt er zu seinen Erkenntnissen? In unserem ersten Blog-Eintrag wollen wir euch die wichtigsten Basics für eine Weinverkostung mitgeben.

Damit das Glas bei der Weinverkostung leicht geschwenkt werden kann, werden circa 100-200 ml (circa ein Drittel) Wein in ein sauberes Weinglas eingeschenkt. Das Glas sollte immer am Fuß bzw. am Stiel gehalten werden, um die Temperatur durch die Körperwärme nicht zu verändern. Leitungs- oder Mineralwasser sollten zur Neutralisation des Geschmacks keinesfalls fehlen. Wesentlich für die Verkostung ist auch die richtige Temperatur des Weines, denn zu tiefe Temperaturen lassen den Wein dünn erscheinen und die Duftstoffe können nur schwer erkannt werden. Sind alle diese Komponenten erfüllt, so steht der Beurteilung des Weines nichts mehr im Wege.

Optik

Zu allererst wird der optische Eindruck des Weines beurteilt. Am Besten im Licht oder vor einem weißen Hintergrund. Konkret wird festgestellt, ob der Wein klar, – transparent, – trüb oder matt ist. Auch der Farbton und die Farbtiefe spielen bei der Weinverkostung eine Rolle. Ist der Wein blass, mittel oder intensiv? Nachdem der Wein geschwenkt wurde, können auch die Schlieren beurteilt werden, diese geben Auskunft über die Viskosität. Als Faustregel gilt, je spitzer sie sind, umso höher ist der Alkoholgehalt.

Geruch

Weiter geht es mit dem Geruch des edlen Tröpfchens. Der Mund wird leicht geöffnet und der Duft des Weines inhaliert. Welche Aromen werden wahrgenommen? Dieser Vorgang kann durchaus wiederholt werden. Grundsätzlich sollte man sich an folgenden Merkmalen orientieren:

  • Ist der Wein sortentypisch und reintönig?
  • Wie intensiv und harmonisch ist der Geruch des Weines? (Jugendlich, gereift, müde, oxidativ, überreif?)
  • Welche Geruchskomponenten werden gerochen? (Blumig, würzig, fruchtig, pflanzlich, holzig?)

Geschmack

Der Geschmack ist der wichtigste Teil der Weinverkostung, aber auch der schwierigste. Unsere Zunge unterscheidet fünf Geschmackskomponenten: süß, sauer, salzig, bitter und umami. Alle weiteren Empfindungen sind Aromen und werden erst beim Ausatmen durch den Geruchssinn bemerkt.

Nun nimmt man nun einen kräftigen Schluck, dabei darf auch geschlürft werden und macht sich ein Urteil über die Frische, die Dichte, die Textur, das Volumen und die Entwicklung des Weines im Mund.

  • Beim Rotwein achtet man darauf, ob er bitter, trocken, feinherb oder fleischig ist.
  • Beim Weißwein, ob er eher süß oder säuerlich schmeckt.

Nachdem der Wein geschluckt oder ausgespuckt wurde, analysiert man die Länge des Abganges des Weines. Halten die Geschmackseindrücke länger an oder sind sie sofort wieder verschwunden? Hierbei unterscheidet man zwischen einem langen und einem kurzen Abgang. Ist der Abgang lange, so, kann von einem qualitativ gutem Wein ausgegangen werden, da die Aromen nicht nur vordergründig sind. Leichte Sommerweine, die frisch und fruchtig sind, weisen kürzere Abgänge auf.

Gesamteindruck

Zum Schluss werden nochmals alle Komponenten zusammengeführt und der Wein wird beurteilt. Eines darf jedoch nicht in Vergessenheit geraten – das Erlebnis der Weinverkostung. Dies sollte immer im Vordergrund stehen.

Die Produkte der WEBju Management & Handels-GmbH können am Weingut Georgiberg jederzeit verkostet werden.

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